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Die Kurzwaffen-Modullehrgänge

Schon lange wurde mit dem Wunsch an den Verband heran getreten, die einzelnen Kurzwaffendisziplinen im Rahmen eines Lehrgangssystems schwerpunktmäßig aufzuarbeiten und die Teilnehmer zielgerichtet in diesen Disziplinen zu beschulen. Seit 2015 bietet die DSU nun Lehrgänge im Kurzwaffenschießen an.

Es handelt sich um so genannte "verbandsoffene" Lehrgänge, d.h. jeder Teilnehmer, der Mitglied in einem anerkannten Schießsportverband ist und einen Waffensachkundelehrgang erfolgreich absolviert hat, darf sich hierzu anmelden!

Die Module sind nicht zwangsläufig aufeinander aufbauend, eine Belegung in Reihenfolge wird – aufgrund des stetig ansteigenden Umfangs der Lehrinhalte – aber dringend empfohlen! Direkteinsteiger in die Module 2 oder 3 waren deswegen in der Vergangenheit deutlich überfordert und manch einer belegte in der Folgezeit doch noch das Modul 1!

Aufgrund der aktuellen Virus Problematik handelt es sich nicht mehr um Ganztagesveranstaltungen, da eine Zusammenkunft von Personengruppen in einem geschlossenen Raum, ohne Möglichkeit den Mindestabstand von 1,5m untereinander einzuhalten, gegen die Corona-Verordnung verstoßen würde.
Daher wurden die Modullehrgänge auf Gruppen von sechs Teilnehmern begrenzt und auch die theoretischen Inhalte werden mittels zugesandtem Schulungsmaterial im Selbststudium zu Hause erworben. In diesem Schulungsmaterial sind alle Inhalte aus der Lehrgangstheorie ausführlich erklärt und bebildert!
Die Teilnehmer erscheinen dann nur noch zum praktischen Teil in der Schießanlage. Fragen zur Theorie können zuvor per E-Mail und Telefon oder beim Treffen gestellt und beantwortet werden. Aktuell wird für die Modullehrgänge nur die Schießanlage im benachbarten Andernach genutzt.

Die Lehrgangsgebühr für jedes einzelne Modul ist auf 120 Euro pro Person festgelegt. Diese ist vor Lehrgangsbeginn an die Lehrgangsleitung zu entrichten. Darin enthalten sind u.a. die Gebühren für die Lehrgangsleitung, Miete für Schießstand und Schulungsraum, Lehrgangsmaterial, etc. Mitzubringen sind Gehörschutz, Augenschutz, Pistole oder Revolver bis Kaliber .45 ACP oder .44 Magnum, ein geeignetes Holster für die K17 sowie maximal 200 Schuss Munition.

Die Teilnehmerzahl ist pro Lehrgangsmodul und Veranstaltung auf 6 Teilnehmer begrenzt. Die aktuellen Lehrgangstermine werden rechtzeitig auf der Homepage der DSU veröffentlicht.

Im Einzelnen werden folgende Fragestellungen behandelt:

  • welche Grundvoraussetzungen bringe ich mit?
  • wie stelle ich mich richtig hin?
  • wie richte ich mich richtig zum Ziel hin aus?
  • wie halte ich das Sportgerät richtig?
  • wie visiere ich richtig?
  • wie betätige ich den Abzug richtig?
  • was sagt mein Schussgefühl?
  • warum ist Nachhalten so wichtig?
  • welche Trainingstechniken kann ich anwenden?

Hierbei wird ausführlich auf biologische Gesetzmäßigkeiten und auf mögliche Fehlerquellen und ihrer Vermeidung, bzw. Beseitigung eingegangen. Weiterhin wird das persönliche Gefühl für den Präzisionsschuss entwickelt, so dass der Schütze in der Lage ist, nach dem Schuss hierüber den Treffer auf der Scheibe zu bestimmen, ohne unmittelbare visuelle Kontrolle z.B. durch ein Spektiv vornehmen zu müssen. Der Schütze kann hierdurch die volle Kontrolle über seinen getätigten Schuss erlangen und - im Falle eines "ungewollten" Ergebnisses - durch Selbstanalyse die Ursache hierfür ergründen. Der Modul-Teilnehmer wird erstaunt sein, was in diesem Bereich alles möglich sein kann!

Weiterhin behandeln die Kurzwaffenmodule 1 und 2 die Technik verschiedenster Stehend-, Kniend- und Liegendanschläge.

In Modul 1 - Der Weg zum Kaderschützen - wird auf die Besonderheiten der K24 (als statische Disziplin) und der K14 (als Mehrdistanzdisziplin) eingegangen.

Modul 1 ist der ideale Kurzwaffenlehrgang auch für DSB-Schützen, da hier ausführlich auf alle Elemente der DSB-Großkaliberdisziplinen eingegangen wird und sich die ausschließlich DSU-Disziplinen betreffenden Elemente im Vergleich zum Modul 2 im Rahmen halten.

Modul 2 - Der Weg zum Masterschützen - behandelt ausführlich die Besonderheiten der K13 (als Mehrdistanzdisziplin), der K27 (als sehr anspruchsvolle statische Disziplin) und der K36 (als dynamische Mehrdistanzdisziplin).

Beim Absolvieren der K13 lauern zahlreiche Schwierigkeiten (extrem kurze Schießzeiten, Rhythmusgefühl, Probleme bei der Wahrnehmung,  psychologische Aspekte, etc.) auf den Schützen, der infolge von Unkenntnis über diese Schwierigkeiten, immer und immer wieder daran scheitern wird.

Die K27 definiert sich durch den Präzisionsschuss, das optimierte Heben des Sportgerätes ins Ziel und das richtige Rhythmusgefühl für die schnelleren Schussserien.

Bei der Master-Disziplin K36 ist besonders auf

  • die Entscheidung Double-Action oder Single-Action (bei Revolver),
  • die Überprüfung Treffpunktlage,
  • das Zeitmanagement,
  • die Kenntnis über die "2min-Deadline",
  • Nachladetechniken,
  • Waffenhandhabung beim Positionswechsel
  • die Aufmerksamkeit bei kurzen Schussdistanzen und
  • den Umgang mit möglichen Belastungsfaktoren

zu achten.

In Modul 3 - Der Weg zum K17-Schützen - geht es um optimierte Zieh- und Schussvorgänge, um Rhythmusgefühl und um hohe Wiederholungszahlen beim Schießen aus dem Holster, auf wechselnde Ziele und deren einhergehenden Schwierigkeiten.

Modul 1:
Sa. 11.09.2021, 10.00 – 14.00 Uhr

Modul 2:
Sa. 25.09.2021, 10.00 – 14.00 Uhr

Modul 3:
Sa. 09.10.2021, 10.00 – 14.00 Uhr